China im Überblick:

1.0 Geographische Lage und Bevölkerung
 
1.1 Lage und Fläche
 
1.2 Bevölkerungsdichte und Lebenserwartung
 
1.3 Eckdaten zur Volksrepublik China
 
1.4 Offizielle Feiertage
 
1.5 Einwohnerzahl Prognose
 
2.0 Politisches System und Staatenaufteilung
 
2.1 vom Kaiserreich zur Volksrepublik
 
2.2 Aufteilungen in Staaten, Provinzen, autonome Regionen, Städte
 
2.3 Ein Land zwei Systeme
 
2.4 Führung bis 2002
 
2.5 Erneuerung der Führung
 
2.6 Westorientierung
 
3.0 Wirtschaft und Entwicklung
 
3.1 Wirtschaft
 
3.2 Wirtschaftswachstum
 
3.3 Industrieentwicklung
 
3.4 Wirtschaftsreformen
 
4.0 Wirtschaftspolitik und aktuelle Situation
 
4.1 Grundlinien der Wirtschaftspolitik
 
4.2 Aktuelle Wirtschaftslage
 
4.3 Außenhandel
1.0 Geographische Lage und Bevölkerung
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1.1 Lage und Fläche
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China liegt in Ost-Asien und wird im Osten vom Pazifik begrenzt. Es ist das drittgrößte Land nach Kanada und Russland. Zu China gehören 6.536 Inseln die größer sind als 500 Quadratmeter. Die größte ist Taiwan mit einer Fläche von ca. 36.000 Quadratkilometern.
1.2 Bevölkerungsdichte und Lebenserwartung
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Die Bevölkerungsdichte ist in China nicht gleichmäßig verteilt. Im Osten des Landes kommen mehr als 300 Personen auf einen Quadratkilometer, im Westen dagegen nur 40 Personen. Der nationale Durchschnitt beträgt 136,5 Personen pro Quadratkilometer. Die durchschnittliche Haushaltsgröße liegt bei 3,7 Personen. Der Anteil der 0-14 jährigen an der Gesamtpopularität beträgt 26,4%, der Anteil der 15-64 jährigen 67,2% und der Anteil der über 65 jährigen 6,4%. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 70,8 Jahren (Männer 68,71, Frauen 73,04).
1.3 Eckdaten zur Volksrepublik China
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Fläche:
9.572.419km2
Einwohnerzahl (Juli 2005):
1.306.313.812
Bevölkerungsdichte:
136,5 Einwohner pro km2
Nationalität:
91,9% Han Chinesen, 8,1% andere Nationalitäten
Religion:
Offiziell atheistischer Staat, Daoismus, Buddhismus, Moslems (2-3%), Christen
Sprache:
Nationalsprache Putonghua auch Mandarin genannt
Hauptstadt:
Beijing (Peking)
Staatsoberhaupt:
Hu Jintao
Zeitzone:
MEZ + 7 Std., gilt in ganz China, keine Sommerzeit
Internet:
.cn
Vorwahl:
+86
1.4 Offizielle Feiertage
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Chinesisch Neujahr:
Januar o. Februar Datum variiert
Internat. Frauentag:
8. März
Tag der Arbeit:
1. Mai
Internat. Kindertag:
1. Juni
Nationalfeiertag:
1. Oktober
1.5 Einwohnerzahl Prognose
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Einwohnerzahl 1950:
556.613.000
Einwohnerzahl 2005:
1.306.313.812
Einwohnerzahl 2030:
1.500.611.000
2.0 Politisches System und Staatenaufteilung
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2.1 vom Kaiserreich zur Volksrepublik
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- Kaiserreich China: 221 v. Chr. bis 1912
- Republik China: 1912 bis 1949; heute nur noch auf Taiwan
- Volksrepublik China seit 1949
2.2 Aufteilungen in Staaten, Provinzen, autonome Regionen, Städte
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Staaten:
Volksrepublik China, Taiwan, Singapur
Provinzen:
Anhui, Fujian, Gansu, Guangdong, Guizhou, Hainan, Hebei, Heilongjiang, Henan, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi, Jilin, Liaoning, Qinghai, Shaanxi, Shandong, Shanxi, Sichuan, Yunnan, Zhejiang
Autonome Regionen:
Guangxi, Innere Mongolei, Ningxia, Xinjiang, Tibet
Sonderverwaltungszonen:
Hongkong, Macao
Regierungsunmittelbare Städte:
Peking, Shanghai, Chongqing, Tianjin
Weitere Städte:
Suzhou, Guilin, Qingdao, Nanking, Kanton, Xi`an, Chengdu
2.3 Ein Land zwei Systeme
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Nach den Abkommen von 1984 mit Großbritannien und Portugal kamen die letzten kolonialen Besitzungen europäischer Staaten in China als Sonderverwaltungszonen wieder unter die Souveränität des Mutterlandes, Hongkong am 1. Juli 1997 und Macao am 19. Dezember 1999.

Ein Land, zwei Systeme bedeutet nach offizieller Lesart, dass innerhalb der Volksrepublik China der Sozialismus aufrecht erhalten werde, während Hongkong, Macao und Taiwan ihr demokratisch kapitalistisches System nach einer friedlichen Wiedervereinigung beibehalten dürfen.

Für Hongkong heißt dies konkret, dass seit 1997, dem Jahr der Rückgabe an die Volksrepublik China, das geltende System weitere 50 Jahre beibehalten werden darf.

Neben seinem hohen nationalen Symbolwert war der Anschluss dieser beiden Territorien für die chinesische Führung von besonderer Bedeutung, weil sie ihr als Modell für die Wiedervereinigung mit Taiwan gilt.
2.4 Führung bis 2002
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Jiang Zemin Jiang Zemin stieg 1989 zum Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas auf, übernahm wenig später auch den Vorsitz der Zentralen Militärkommission und wurde zudem 1993 zum Staatspräsidenten von China gewählt. Unter seiner Führung öffnete sich China wirtschaftlich mehr und mehr dem Westen. In den Jahren 2002 bis 2004 übergab er sukzessive alle seine Ämter an Hu Jintao. Liaison Agency/Anderson

Als Nachfolger für den nach zwei Amtsperioden verfassungsgemäß abgetretenen Li Peng rückte 1998 der Wirtschaftsexperte und als Pragmatiker geltende Zhu Rongji ins Amt des Ministerpräsidenten.

Zhu Rongji 1991 stieg Zhu Rongji - dank der Unterstützung seines politischen Ziehvaters Deng Xiaoping - zum stellvertretenden Ministerpräsidenten von China auf, und 1998 wurde er als Nachfolger des aus dem Amt scheidenden Li Peng zum Ministerpräsidenten gewählt. Zuvor hatte er sich als Bürgermeister von Shanghai (1988-1991) als Wirtschaftsreformer profiliert. 2003 verzichtete er auf eine neuerliche Kandidatur für das Ministerpräsidentenamt. Archive Photos/Reuters/Jack Dabaghian

Unter der Regie von Jiang Zemin, der schon in den letzten Jahren vor Deng Xiaopings Tod die Schaltzentren der Macht kontrollierte, stabilisierte sich ungeachtet zahlreicher schwerwiegender Probleme die innenpolitische Lage. Zu den Schwerpunkten der Innenpolitik gehörte die Korruptionsbekämpfung; im Ausland wurde vor allem die Entwicklung der Menschenrechtslage beobachtet.

Auf der Basis eines relativ hohen wirtschaftlichen Wachstums (jährlich über 8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts) konnten die Wirtschafts- und Verwaltungsreformen vorangetrieben und mit großen Investitionsvorhaben verbunden werden, die Chinas Anspruch unterstrichen, im 21. Jahrhundert zur führenden Wirtschaftsnation aufzusteigen. Zugleich erhöhten die Reformen die soziale Instabilität und bereiteten den Boden für neue soziale Konflikte. Obwohl sich China von den Grundlagen einer sozialistischen Gesellschaftsordnung immer weiter entfernte, hielt die Führung an den traditionellen politischen Strukturen einer kommunistischen Einparteienherrschaft fest.
2.5 Erneuerung der Führung
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Im November 2002 wurden auf dem 16. Kongress der KPCh weit reichende Entscheidungen getroffen. Nachdem Jiang Zemin aus Altersgründen auf eine Wiederwahl für das Amt des Generalsekretärs verzichtet hatte, wählten die Delegierten den bisherigen Vizepräsidenten der Volksrepublik, Hu Jintao, zum neuen Parteichef. Hu Jintao kündigte nach seiner Wahl die Fortführung wirtschaftlicher Reformen an. Weiterhin beschloss der Parteitag die Öffnung der Partei für neue soziale Schichten, darunter ausdrücklich auch für Unternehmer.

Der Nationale Volkskongress wählte am 15. März 2003 den neuen Parteichef auch zum neuen Staatspräsidenten. Damit trat Hu Jintao auch als Staatsoberhaupt die Nachfolge von Jiang Zemin an, der vorerst Vorsitzender der Zentralen Militärkommission blieb und damit weiterhin über eine wichtige Machtbasis verfügte. Nachfolger des nicht mehr zur Wahl angetretenen Ministerpräsidenten Zhu Rongji wurde dessen bisheriger Stellvertreter Wen Jiabao. Das Parlament verabschiedete umfassende Regierungsreformen, die eine Abkehr von der Planwirtschaft bedeuten. Hauptaufgaben neu einberufener Sonderkommissionen sind die Transformation von Staatsbanken in nach marktwirtschaftlichen Prinzipien funktionierende Finanzinstitute und der schrittweise Ausstieg des Staates aus sich in Staatsbesitz befindenden Unternehmen. Der darauf folgende Nationale Volkskongress, der im März 2004 zusammentrat, verabschiedete drei richtungsweisende Verfassungsänderungen, die eine Lösung von der bisherigen marxistisch-leninistisch-maoistischen Parteilinie markierten. Die erste Änderung betraf die Präambel der Verfassung, in die nun Jiang Zemins Grundsatz der „drei Vertretungen" aufgenommen wurde; die KPCh hatte diesen Grundsatz schon auf ihrem 16. Kongress im November 2002 in ihre Statuten aufgenommen. Der Grundsatz der „drei Vertretungen" besagt, dass die Partei fortan „die fortschrittlichsten Kräfte der Produktion, die fortschrittlichsten Kräfte der Kultur und die grundlegenden Interessen der breiten Massen" repräsentiert. Das heißt, die Partei verstand sich nun nicht mehr als Vertreterin und Avantgarde der Bauern und Arbeiter, sondern öffnete sich auch z. B. Privatunternehmen.

Die zweite Verfassungsänderung betraf die Menschenrechte: Mit dem Satz „Der Staat respektiert und schützt die Menschenrechte" nahm die chinesische Verfassung erstmals ausdrücklich Bezug auf die Menschenrechte; ob allerdings angesichts einer fehlenden Gewaltenteilung und fehlender rechtsstaatlicher Strukturen die Einhaltung der Menschenrechte auch durchgesetzt werden kann, wird von Kritikern angezweifelt. Die dritte Verfassungsänderung bedeutete einen bemerkenswerten Wandel im ideologischen Selbstverständnis der Volksrepublik China.

Mit den Sätzen "rechtmäßig erworbenes Eigentum der Bürger ist unverletzbar" und "der Staat fördert die Privatwirtschaft" wurde die 1949 erklärte Abschaffung des Privateigentums offiziell rückgängig gemacht und der marktwirtschaftliche Kurs der chinesischen Regierung in den vorangegangenen Jahren in die Verfassung übernommen. Diese Verfassungsänderung trägt der Tatsache Rechnung, dass unterdessen etwa zwei Drittel des chinesischen Bruttosozialprodukts von Privatunternehmern erwirtschaftet werden. Im September 2004 gab Jiang Zemin seinen letzten einflussreichen Posten, nämlich den Vorsitz der Zentralen Militärkommission der KPCh, an Hu Jintao ab, und im März 2005 folgte ihm Hu Jintao auch an der Spitze des weniger bedeutenden staatlichen Zentralen Militärausschusses nach. Der Generationswechsel an der Spitze des Staates war damit abgeschlossen. Als Generalsekretär der Partei, Staatspräsident und Vorsitzender der Zentralen Militärkommissionen hatte nun Hu Jintao die mächtigsten Ämter im Staat inne.

Das Verhältnis zu Taiwan, seit jeher gespannt und immer wieder von beiden Seiten durch Drohgebärden verschärft, war das dominierende Thema des Volkskongresses im März 2005. Erwartungsgemäß ohne Gegenstimmen nahm der Volkskongress das von der Regierung vorgelegte Antiabspaltungsgesetz vor, das Taiwan implizit mit militärischer Gewalt droht, sollte die Insel formell ihre Unabhängigkeit erklären. Jedoch betonte die Regierung auch, China strebe eine friedliche Wiedervereinigung an nach dem Muster „ein Land - zwei Systeme"; „nichtfriedliche Mittel" gegen Taiwan seien nur eine letzte Option, wenn friedliche Bemühungen um eine Wiedervereinigung scheitern sollten. Bei Taiwan stieß dieses Gesetz auf scharfe Kritik, und auch Staaten wie die USA und Japan äußerten sich besorgt über das als provokativ eingeschätzte Gesetz. Auf der anderen Seite hatte sich im Februar die Hoffnung auf eine leichte Entspannung in den Beziehungen zwischen China und Taiwan angedeutet, als erstmals seit der Trennung 1949 Direktflüge zwischen Städten in China und auf Taiwan aufgenommen wurden, allerdings nur für drei Wochen rund um das chinesische Neujahrsfest.
2.6 Westorientierung
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1978 schloss China einen Friedens- und Freundschaftspakt mit Japan und einen Handelsvertrag mit den USA; 1979 folgte die formelle Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu den USA. Zugleich konnte China weitere Zugeständnisse in der Taiwan-Frage erreichen. Zwar ließen die USA Taiwan nicht fallen, doch erklärten sie sich bereit, ihre Waffenlieferungen an die von der KMT beherrschte Insel - für die Volksrepublik eine "abtrünnige" Provinz, kontinuierlich zu reduzieren. Beide Staaten klammerten dieses Problem in der Folge aus ihren Verhandlungen weitestgehend aus und konzentrierten sich auf den Ausbau ihrer wirtschaftlichen Beziehungen.
3.0 Wirtschaft und Entwicklung
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3.1 Wirtschaft
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1999 wurde das Konzept von Deng Xiaoping, China in eine „sozialistische Marktwirtschaft" umzugestalten, neben den sozialistischen Leitgedanken von Mao Tse-tung in die Präambel der Verfassung aufgenommen. Die private Wirtschaft wurde unter staatlichen Schutz gestellt. Im Dezember 1998 beschloss der Nationale Volkskongress nach sechsjähriger Vorbereitungszeit das erste Wertpapiergesetz in der Geschichte des Landes.

Die neue Regierung unter Ministerpräsident Zhu Rongji forcierte den vorrangig auf (markt)wirtschaftliche Modernisierung und Reorganisation der Verwaltung gerichteten Reformkurs. Ins Zentrum ihrer Maßnahmen rückte sie die weitgehende Trennung von Staat und Wirtschaft, verbunden mit der Privatisierung oder Schließung eines Teils der zumeist unwirtschaftlichen 60.000 Staatsbetriebe, von denen 15.000 der Armee zugeordnet waren. Ausgenommen wurden 1.000 strategisch wichtige Betriebe, die vollständig im Besitz des Staates bleiben sollen.

Allein 98/99 standen 18.000 entschuldete und in private Hände übergegangene Betriebe 8.000 Unternehmen gegenüber, die geschlossen wurden. 1999 sollen insgesamt etwa 11 Mio. Beschäftigte entlassen worden sein; die Arbeitslosigkeit wurde offiziell mit 3% angegeben und betrug in den Ballungszentren wohl 16%. Um sozialen Unruhen vorzubeugen, drosselte die Regierung 2000 das Tempo der Umstrukturierung, die nun im Jahr 2010 abgeschlossen sein soll.
Im Zusammenhang mit der Verabschiedung des zehnten Fünfjahresplans räumte Ministerpräsident Zhu Rongji große Schwierigkeiten bei der Sanierung des Staatssektors ein, nicht zuletzt wegen des enormen Ausmaßes des Korruption.

Nach 14 Jahren Verhandlungen erreichte China zum 1. Januar 2002 die Aufnahme in die Welthandelsorganisation (WTO). Als Voraussetzung hierfür musste es sich zu weiteren Reformmaßnahmen verpflichten, insbesondere zur Liberalisierung des Außenhandels. Im Gegenzug erwartete die Regierung verstärkte ausländische Investitionen, die seinen Aufstieg zum größten Absatzmarkt des 21. Jahrhunderts beschleunigen sollen.
3.2 Wirtschaftswachstum
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Die Volksrepublik China gilt seit geraumer Zeit als am schnellsten wachsende Volkswirtschaft der Welt. Sie ist inzwischen fast doppelt so groß wie die Indiens oder Russlands und übersteigt nach Kaufkraft-Parität auch die Japans. Seit Beginn der Öffnungspolitik im Jahr 1978 ist das Bruttoinlandsprodukt nach offiziellen chinesischen Angaben von 147 Mrd. auf 1.650 Mrd. US-Dollar gewachsen - und das Import-Export-Volumen explodiert.
Seit der Gründung der Volksrepublik China im Jahr 1949, insbesondere seit der Durchführung der Politik der Reform und Öffnung nach außen, hat China beim Wirtschaftsaufbau in der Welt allgemein anerkannte Erfolge erzielt. Von 1979 bis 1997 betrug die jahresdurchschnittliche Zuwachsrate des Gesamtproduktionswertes im Inland 9,8%. Hinsichtlich des Gesamtvolumens der Wirtschaft steht China auf dem sechsten Platz der Welt.

- Von 1990 bis 2000 stieg das Bruttosozialprodukt in Deutschland um 38%
- Von 1990 bis 2000 wuchs das Bruttosozialprodukt in China um 205%
- 1990 betrug das chinesische Bruttosozialprodukt lediglich 21% des deutschen
- Im Jahre 2000 jedoch bereits 57% des deutschen Bruttosozialprodukts


2004: Primärsektor +6,3; Sekundärsektor +11,1 (Industrie +11,5 nach Sektoren (%, real) Bau +8,1); Tertiärsektor +8,3

Wachstum der (2004): Rohstahl +22,7; Stahlprodukte +23,3; Zement +12,5;
Industrieproduktion (%)Chemiedünger +15,2; Chemiefasern +20,6; Kfz +14,2
Computer +40,3; Integrierte Schaltkreise +42,6
Inflationsrate (%) 2001: +0,7; 2002: -0,8; 2003: +1,2; 2004: +3,9
Arbeitslosigkeit (%) 2001: 3,6; 2002: 4,0; 2003: 4,3; 2004: 4,2 (in den Städten) (schätz. 150 Mio. Unterbeschäftigte auf dem Land)
Durchschnittslohn (RMB/Jahr) 2001: 10.870; 2002: 12.422; 2003: 14.040
Haushaltssaldo (% des BIP) 2002: -3,0; 2003: -2,5; 2004 (Budget): -2,5; 2005 (Budget): -2,0
Durchschnittslohn (RMB/Jahr)2001: 10.870; 2002: 12.422; 2003: 14.040 Haushaltssaldo (% des BIP) 2002: -3,0; 2003: -2,5; 2004 (Budget): -2,5; 2005 (Budget): -2,0
3.3 Industrieentwicklung
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Seit Anfang der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts hat die Industrie in China eine schnelle Entwicklungsphase erlebt. Nach der Gründung der Volksrepublik 1949 ist die Industrie in China in eine umfassende Erholungs- und Entwicklungsphase eingetreten. Bereits vor Beginn der Reform und Öffnungspolitik 1978 hat China ein relativ vollständiges Industriesystem aufgebaut. Die traditionelle Erdölindustrie und die aufsteigenden Industrien wie Chemie- und Elektronikindustrie haben sich schnell entwickelt, und in der Atomindustrie und Raum- und Luftfahrtindustrie wurden Durchbrüche erzielt. Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die industrielle Entwicklung in China beschleunigt. Von 1979 bis 2003 ist die Industrie mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstumstempo von mehr als 10% gewachsen.

Nach mehr als 50jähriger Entwicklung sind die wichtigen Industrieprodukte Chinas um das Zehn- und sogar Hundertfache gestiegen. Seit 1996 liegt die Produktion Chinas von Eisen und Stahl, Kohle, Zement, Kunstdüngern, Fernsehgerät weltweit auf dem ersten Platz.

2003 ist der chinesische industrielle Produktionswert um 12,6% auf mehr als 5,3 Billionen RMB gestiegen. Zur Zeit ist China in der Lage, Flugzeuge, Schiffe, Autos, Satelliten und moderne industrielle Einrichtungen selbst herzustellen. Ein modernes, komplettes und selbständiges Industriesystem ist entstanden. In Zukunft wird China die Strategie "durch Informationstechnik die Industrialisierung vorantreibe" weiter in die Tat umsetzen und die fördernde Rolle der Industrie bei der wirtschaftlichen Entwicklung in China entfalten.
3.4 Wirtschaftsreformen
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Die großen Veränderungen der Ära Deng spielten sich im Bereich der Wirtschaft ab. In einem von 1976 bis 1986 laufenden Zehnjahresplan („Neuer Großer Sprung nach vorn") wurde der gleichgewichtige Ausbau von industriellem und landwirtschaftlichem Sektor festgelegt. Parallel zu den wirtschaftlichen Reformen begann 1980 eine restriktive Bevölkerungspolitik mit dem Ziel, das Bevölkerungswachstum zu beschränken. Die Ein-Kind-Familie wurde als Regelfall vorgeschrieben. 2000 wurde die staatliche Geburtenkontrolle wieder gelockert, nachdem sich das Bevölkerungswachstum um 0,9 Prozent verringert hatte und sich die Vorschrift als nur begrenzt durchsetzbar erwiesen und zu unerwünschten Nebeneffekten geführt hatte.

Ab 1979 begann der allmähliche Umbau staatswirtschaftlicher Strukturen. Ziel war eine zwar sozialistische, trotzdem aber durch marktwirtschaftliche Mechanismen regulierte Wirtschaft. Lange ausgeschlossene Prinzipien wie Privatinitiative und Leistung kamen nun wieder zum Tragen, den staatlichen Industriebetrieben wurde größere Eigenverantwortlichkeit übertragen, und die Gründung von Privatunternehmen wurde zugelassen. Zur Förderung ausländischer Investitionen wurden wirtschaftliche Sonderzonen eingerichtet, über die, vermittelt durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen aus den industrialisierten Staaten, moderne Technologien nach China Eingang finden sollten. In der Landwirtschaft wurde durch die Einführung von Pachtverträgen die Bildung selbständiger Familienbetriebe gefördert.

1993 wurde das Wirtschaftssystem der Volksrepublik durch eine Verfassungsänderung nicht mehr als Planwirtschaft, sondern als „sozialistische Marktwirtschaft" definiert, die nun Spielraum für die Privatisierung der Staatsbetriebe gab. Wenn auch die Staatsführung die Kontrolle über Schlüsselsektoren und -unternehmen nicht aus der Hand gab, so lief dieser Prozess für viele Teile der Wirtschaft auf die faktische Rückkehr zur marktwirtschaftlichen Ordnung hinaus.
4.0 Wirtschaftspolitik und aktuelle Situation
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4.1 Grundlinien der Wirtschaftspolitik
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Der schrittweise Übergang zu einer immer stärkeren marktwirtschaftlichen Orientierung hat große Wachstumskräfte in China freigesetzt. Seit den 80er und frühen 90er Jahren waren die Zuwachsraten zwar etwas zurückgegangen, doch meldet die Volksrepublik Wirtschaftsdaten, von denen die Nachbarstaaten und Konkurrenten nur träumen. China ist inzwischen die sechstgrößte Volkswirtschaft und drittgrößte Handelsnation der Welt. Mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen von knapp über 1.000 US-Dollar bleibt es aber auch das weltgrößte Entwicklungsland.
Auch nach 25 Jahren der "Reform- und Öffnungspolitik" (Beginn: 1978) befindet sich China immer noch im Übergang zur Marktwirtschaft, von einer primär landwirtschaftlichen zur industriellen und Dienstleistungswirtschaft, von einer geschlossenen zu einer offenen Wirtschaft. Der Beitritt des Landes zur Welthandelsorganisation (WTO) Ende 2001 stellte nicht nur eine umfassende Verpflichtungserklärung Chinas und der WTO-Mitglieder zur Wiedereingliederung des Riesenlandes in das Weltwirtschaftssystem dar, sondern war auch für die chinesische Öffentlichkeit ein klares Zeichen der Hinwendung ihres Landes zur Welt.
Doch China steht unverändert vor gewaltigen Aufgaben: 800 Mio. Menschen leben auf dem Lande, von denen noch über die Hälfte in ihrer wirtschaftlichen Existenz von der Landwirtschaft abhängt.
Die Landwirtschaft trägt aber nur noch knapp 15 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Ihr Anteil sinkt, während die Anteile von Industrie (53%) und Dienstleistungen (rund 32%) steigen.
4.2 Aktuelle Wirtschaftslage
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China 2004: Die von vielen befürchtete Überhitzung der Konjunktur bleibt aus. Der Regierung gelang es, mit geld- und zinspolitischen Maßnahmen einen makroökonomischen Steuerungsprozess einzuleiten, der zum Jahresende eine Wachstumsrate von 9,5 Prozent erbrachte. Dies mag für eine nachhaltige Entwicklung weiterhin ein zu hoher Wert sein: Engpässe treten auf bei der Rohstoff- und Energieversorgung ebenso wie in vielen Bereichen der Infrastruktur. China bleibt damit auch im weltwirtschaftlichen Maßstab eine Wachstumslokomotive.
Als sechstgrößte Volkswirtschaft, drittgrößte Handelsnation und mit über 600 Mrd. USD und den weltweit zweithöchsten Devisenreserven ist China zu einer ernstzunehmenden Größe in der Weltwirtschaft und der neben Japan entscheidenden - und dynamischeren - Wirtschaftsmacht in der Region herangewachsen. Ausländische Unternehmen investierten - gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich zulegend - 2004 ca. 60,6 Mrd. USD; die Volksrepublik war damit das weltweit attraktivste Zielland für Direktinvestitionen.
Steigende Preise vor allem in der Landwirtschaft und bei industriellen Vorprodukten ließen die Preissteigerungsrate im Einzelhandel deutlich ansteigen. Sie lag als Jahreswert 2004 schließlich bei +3,9%.
4.3 Außenhandel
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2004 ist China endgültig auf den dritten Platz der größten Handelsnationen der Welt vorgerückt. Der chinesische Außenhandel entwickelte sich angesichts der weltwirtschaftlichen Lage spektakulär. Ex- wie Importe haben im vergangenen Jahr jeweils um mehr als 30 Prozent zugenommen, das Außenhandelsvolumen stieg von gut 851 Mrd. US-Dollar auf mehr als 1.154 Mrd. US-Dollar, der Handelsbilanzüberschuss stieg wieder auf 32 Mrd. US-Dollar. Die wichtigsten Exportgüter Chinas sind Maschinen, elektronische Produkte sowie Textilien. Der Wegfall der Textilquotierung zum Jahresbeginn 2005 wird in diesem Bereich den chinesischen Herstellern und Exporteuren einen weiteren, deutlichen Auftrieb verleihen. Maschinen, mineralische und chemische Produkte sowie Metalle und Textilien dominieren den chinesischen Import, der im vergangenen Jahr ein Volumen von ca. 560 Mrd. US-Dollar erreichte.